Stroke Unit in Sonneberg

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Schlaganfallzeichen? Sofort 112

Plötzlich auftretende Lähmungen, ein hängender Mundwinkel, Sprach- oder Sehstörungen, starke Gangunsicherheit oder ungewohnt starke Kopfschmerzen können auf einen Schlaganfall hinweisen. Wählen Sie sofort den Notruf 112 – auch dann, wenn die Beschwerden nach kurzer Zeit wieder verschwinden.
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Wenn es drauf ankommt

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall zählt jede Minute. Auf der telemedizinisch vernetzten Stroke Unit des Medinos Klinikums Sonneberg werden Patientinnen und Patienten unmittelbar untersucht, überwacht und entsprechend dem individuellen Befund behandelt.

Schlaganfallversorgung vor Ort

Die Stroke Unit am Klinikum Sonneberg ist auf die schnelle Abklärung und Behandlung akuter Schlaganfälle und entsprechender Verdachtsfälle ausgerichtet. Bildgebung, Gefäß- und Herzdiagnostik sowie die telemedizinische Rücksprache mit neurologischen Fachzentren werden eng miteinander koordiniert.

Je nach Untersuchungsergebnis können eine intravenöse Lysetherapie, eine engmaschige Überwachung und frühzeitige therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Ist eine weiterführende Behandlung in einem überregionalen Zentrum erforderlich, wird die Verlegung innerhalb des Netzwerks abgestimmt.

Schlaganfall erkennen: der FAST-Test

Der FAST-Test gibt eine schnelle Orientierung bei möglichen Schlaganfallzeichen. Bereits ein auffälliges Ergebnis reicht aus, um einen Schlaganfall zu vermuten und sofort den Notruf112 zu wählen.

1

Gesicht

Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab oder wirkt das Gesicht einseitig verändert?

2

Arme

Bitten Sie die Person, beide Arme nach vorne zu halten. Sinkt ein Arm ab oder kann er nicht angehoben werden?

3

Sprache

Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Klingt die Sprache undeutlich oder werden Wörter nicht gefunden?

4

Zeit

Bei einem auffälligen Zeichen sofort 112 wählen und den Zeitpunkt des Beginns der Beschwerden mitteilen.

Diagnostik bei Schlaganfallverdacht

Bei einem möglichen Schlaganfall müssen Ursache, betroffene Gefäße und mögliche Begleiterkrankungen rasch beurteilt werden. Welche Untersuchungen erforderlich sind, entscheidet das Behandlungsteam anhand der Beschwerden und des vorliegenden Befundes.

Eine Computertomographie des Gehirns, kurz CCT, kann unmittelbar nach dem Eintreffen im Krankenhaus veranlasst werden. Bei medizinischer Notwendigkeit ergänzt eine CT-Angiographie die Untersuchung und stellt die Blutgefäße des Gehirns dar.

 

Bei weiterführenden diagnostischen Fragestellungen kann eine Kernspintomographie des Gehirns am Standort in die Untersuchung einbezogen werden. Die Durchführung erfolgt in Kooperation mit der am Klinikum ansässigen radiologischen Praxis.

Mit der Duplexsonographie werden die hirnversorgenden Gefäße außerhalb und innerhalb des Schädels untersucht. Die Untersuchung kann Hinweise auf Verengungen oder andere Gefäßveränderungen geben.

Zur Abklärung möglicher Schlaganfallursachen kann eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt werden. Je nach Fragestellung erfolgt diese von außen oder als transösophageale Echokardiographie über die Speiseröhre.

Akutbehandlung und frühe Therapie

Bei einem geeigneten Befund kann eine intravenöse Lysetherapie durchgeführt werden. Dabei wird ein Medikament über die Vene verabreicht, das ein ursächliches Blutgerinnsel auflösen soll.

Während der Akutphase werden der neurologische Zustand und wichtige Körperfunktionen engmaschig überwacht. Veränderungen können dadurch frühzeitig erkannt und weitere Behandlungsschritte angepasst werden.

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie werden abhängig vom Zustand und den vorhandenen Beeinträchtigungen möglichst frühzeitig einbezogen. Die Maßnahmen werden individuell auf die Patientin oder den Patienten abgestimmt.

Ist eine weiterführende interventionelle, neurologische oder neurochirurgische Behandlung erforderlich, erfolgt die Abstimmung mit einem überregionalen Schlaganfallzentrum. Eine notwendige Verlegung wird koordiniert vorbereitet.

Die Therapie wird anhand der Art des Schlaganfalls, des Zeitpunkts des Symptombeginns und der Untersuchungsergebnisse festgelegt. Medizinische, pflegerische und therapeutische Maßnahmen greifen dabei eng ineinander.

Vernetzt im STENO-Netzwerk

STENO steht für „Schlaganfallnetzwerk mit Telemedizin in Nordbayern“. Unter der Koordination des Uniklinikums Erlangen arbeiten Kliniken in Nordbayern, der Oberpfalz und Südthüringen mit den Schlaganfallzentren in Erlangen, Bayreuth und Nürnberg zusammen.

Bei wichtigen Therapieentscheidungen können erfahrene Neurologinnen und Neurologen der Zentren telemedizinisch hinzugezogen werden. Einheitliche Behandlungsstandards, regelmäßige Fortbildungen und gemeinsame Qualitätssicherung unterstützen die Versorgung innerhalb des Netzwerks.

Mehr über STENO

Diagnostik im Behandlungsverbund

Telemedizinisches Konsil

Neurologische Fachkompetenz aus einem Schlaganfallzentrum kann bei akuten Fragestellungen telemedizinisch hinzugezogen werden.

Gemeinsame Standards

Diagnostik und Therapie orientieren sich innerhalb des Netzwerks an abgestimmten medizinischen und organisatorischen Standards.

Koordinierte Verlegung

Ist eine Behandlung vor Ort nicht möglich, kann die Weiterverlegung in ein geeignetes Zentrum abgestimmt werden.

Zertifizierte Stroke Unit

Telemedizinisch vernetzte Stroke Unit

Die Stroke Unit des MEDINOS Klinikums Sonneberg ist nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe als telemedizinisch vernetzte Stroke Unit mit vier Betten zertifiziert.

Das aktuelle Zertifikat ist vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Januar 2028 gültig. Die Erstzertifizierung erfolgte im Jahr 2013.

 

Gemeinsam für die Akutversorgung

Die Behandlung auf der Stroke Unit erfolgt im Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen. Ärztlicher Dienst, Pflege, Diagnostik und Therapiebereiche stimmen die erforderlichen Maßnahmen eng miteinander ab.

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Ärztliche Versorgung

Das ärztliche Team am Standort koordiniert Diagnostik und Behandlung und bezieht bei Bedarf neurologische Expertise aus dem STENO-Netzwerk ein.
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Pflegerische Betreuung

Pflegekräfte begleiten die Überwachung und Versorgung während der akuten Behandlungsphase auf der Station.
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Diagnostik und Nachsorge

Radiologie, Herz- und Gefäßdiagnostik sowie der Sozialdienst tragen zu einer abgestimmten weiteren Versorgung bei.
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Therapeutische Begleitung

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie unterstützen die frühzeitige Behandlung vorhandener Einschränkungen.

Kontakt zur Stroke Unit

Für organisatorische Rückfragen zur stationären Versorgung erreichen Sie die Stroke Unit und die Station 41 unter den folgenden Telefonnummern. Bei plötzlich auftretenden Schlaganfallzeichen rufen Sie nicht auf der Station an, sondern wählen Sie sofort den Notruf 112.

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Kontakt zur Stroke Unit

Sekreteriat Kardiologie
Bitte addieren Sie 5 und 9.
Neustadter Straße 61
96515 Sonneberg
Notfall